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Zurich Pride - Rückblick

Zürich Pride 2018

Same rights, same love

Der GSZ-Stand an der Pride, gut behütet von Mägi und Bruno, den beiden Co-Präsidenten.

Das Motto der diesjährigen Zürich Pride könnte aktueller nicht sein. Immer noch gibt es Ungleichheiten und Diskriminierungsprozesse für gleichgeschlechtlich Liebende, ob hier in Zürich oder in der Ferne. Daher war das Motto ein Leuchtturm, um sich dieser Ungleichheitspraxen bewusst zu werden und gleichzeitig aufzuzeigen, dass sich Liebe nicht durch Grenzen zurückhalten lässt.

Der Himmel strahlte am Samstag, 16. Juni 2018 und begrüsste die Pride-Teilnehmenden von nah und fern. Die Parade begann mit den traditionellen Reden um 13 Uhr am Helvetiaplatz. Als Höhepunkt der Pride-Woche startete im Anschluss daran der Demonstrationsumzug durch die Innenstadt von Zürich. Via Stauffacher, Sihlporte zur Bahnhofsstrasse und retour über die Müllerstrasse zum Helvetiaplatz.

Bunt war der Umzug jedes Jahr, doch in diesem Jahr leuchteten die Farben bunter, die Stimmung war ausgelassener und die Anzahl der Teilnehmenden grösser als in den Jahren zuvor, zumindest suggeriert dies der subjektive Eindruck des Schreibers. Zahlreiche Zaungäste entlang der Route wippten im Rhythmus zur Musik und bestaunten das farbenprächtige Treiben.

Besondere Aufmerksamkeit bekam der Wagen des Gaysport Zürich: Nicht nur durch mitreissende Musik wurde die Stimmung angeheizt. Eine Gruppe aus Mitgliedern verschiedener Sportarten studierte eine Choreographie ein und versetzte die Zuschauer/innen in wilde Begeisterungsausbrüche. Es war ein Augenschmaus, dem fröhlichen Treiben zuzuschauen.

Auf dem Festivalgelände waren in diesem Jahr zwei Bühnen aufgestellt, mit jeweils unterschiedlichem Programm. Als Main-Act war Nett aus Israel auf der grossen Bühne und sang ihr Songcontest-Gewinnerlied von diesem Jahr: Toy. Gut platziert war auch der Stand vom Gaysport Zürich und bot so vielen Interessenten die Möglichkeit, sich über das vielfältige Sportangebot zu informieren. Es gab gratis Bowle, Focus Water und Gewinnspiele. Ausserdem wurde zwei Mal eine Schnupperlektion Yoga vor Ort angeboten, die sehr rege genutzt wurden.

Bei aller Fröhlichkeit und Feierlaune, die am Pride-Festival dieses Jahr vermittelt wurden, geht es am Ende des Tages doch um ein ernstes Thema, das nicht nur einmal im Jahr Aufmerksamkeit verdient hat. Doch um dieses Thema auf lustvolle Weise immer wieder in die öffentliche Wahrnehmung zu bringen, ist es eine gute Gelegenheit – denn wir sind hier und wir werden auch nicht mehr so schnell gehen. In diesem Sinne: Happy Pride to all of you! Und wir sehen uns wieder im nächsten Jahr!

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