Gay Sport Inside

Badminton: Eurogames 2019

Ziemlich schnell hiess es für die drei Badminton Freaks Andrea Dändliker, Daniela Koslowski und Denis Alavanja anmelden, fun haben und um jeden Punkt kämpfen. Andrea und Daniela haben sich zusammen für das Damendoppel B- angemeldet, Andrea und Denis fürs Mixed-Doppel. Daniela hat vor Ort mit einem sympathischen Brasilianer ebenfalls Mixed-Doppel gespielt. Denis ging mit seinem Kumpel Tumpal aus Sydney im Herrendoppel B+ an den Start.

Italienische Organisation durch und durch. 

Einiges ging in der gesamten Durchführung der Eurogames 2019 schief. Schon bei der Registrierung ging es chaotisch zu und her. Bei uns im Badminton wurden Spiele ohne jegliche Informationen verschoben, einige wurden disqualifiziert weil sie nicht erschienen sind.

Nicht alles war schlecht.

Die Badmintonhalle war ok, genügend Plätze vorhanden, das Zeitmanagement voll im Griff. 1/2 Finals und Finals wurden sogar mit einem offiziellen Schiedsrichter gespielt.

Die drei Schweizer*innen vom Gaysport Zürich haben alles gegeben! Im Mixed-Doppel hat es leider für keine Medaille gereicht. Dafür haben die Ladies im Doppel voll zugeschlagen und sind auf dem direkten Weg ins Finale. Im Match um Platz Eins mussten sie den zweiten Satz abgeben, den Dritten entschieden sie dafür klar für sich und gewannen somit Gold an den Eurogames 2019!

Herzliche Gratulation!

Denis und Tumpal haben sich problemlos durch die Gruppenspiele gekämpft und sich als Gruppenerste direkt fürs Halbfinale qualifiziert. Hier mussten sie sich den starken Gegnern aus Ukraine/China knapp geschlagen geben. Danach hiess es volle Konzentration aufs Spiel um die Bronzemedaille. In einem sehr knappen Dreisatz-Match, gegen zwei starke Deutsche aus Hamburg, erkämpften sich die beiden Freunde Bronze. 
Stefan Reinhard aus Luzern hat on top auch eine Goldmedaille im Einzel C mit nach Hause genommen.

Der Tag und die Eurogames 2019 waren somit für das Schweizer Team perfekt. 

 

Für die Badminton Freaks hiess es am Sonntag nach einer super tollen Zeit in Rom und 4 Medaillen ab nach Hause!

Gay Games Paris 2018

Gaygames Paris 2018

Vom 4. bis 12. August fanden in Paris die 10. Gay Games statt. Über 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 91 Ländern sind nach Frankreich zum grössten Sport-und Kulturevent für LGBTQ Personen angereist. Einige davon kamen sogar aus Länder wo sie aufgrund ihrer Sexualität unterdrückt werden oder sogar immer noch Todesstrafe riskieren. Deshalb versteht sich die Gay Games mit ihren 36 Disziplinen, 3 Tage Konferenzen, 14 Kulturveranstaltungen auch als eine sportliche Bewegung für die Menschenrechte. Die diesjährigen Gay Games mit dem Motto „all equal“ war also eine Mischung aus Christopher Street Day und Olympia, wobei die Grundsätze Teilnahme, Inklusion und das „Über-sich-selbst-Hinauswachsen“ im Mittelpunkt standen. So nahmen zum Beispiel Menschen mit Behinderung genau wie alle anderen an denselben Veranstaltungen teil und wurden erst bei der Endauswertung besonders geehrt. So kämpften zum Beispiel beim Ringen ein Blinder sowie zwei Gehörlose mit.

Zürcher Gaysportler waren hauptsächlich in den Sportarten Badminton, Ringen, Tennis, Tanzen und Laufen am Start, wobei die Ringer mit 10 Teilnehmer dieses Jahr einmal die grösste Gruppe stellte. Da bei den Gaygames das Motto „Mitmachen kommt vor Gewinnen“ zählt, wird hier auf Medaillenerfolgsmeldungen verzichtet, obwohl es einiges zu berichten gäbe.

 

Kurzbericht von Teilnehmer Andy

Vor einem Jahr schien es mir völlig verrückt, selber an den Wettkämpfen der Gay Games anzutreten. Erst zwei Jahre beim Ringer-Team von Gaysport Zürich war ich Anfänger und hätte mir so etwas niemals zugetraut. Doch Bruno und meine Team-Kollegen liessen nicht locker und nutzten eine meiner schwachen Minuten, um mich zur Teilnahme zu überreden. Ich bin dankbar, dass sie es geschafft haben. Die Woche in Paris war intensiv, ergreifend, unvergesslich, prägend und ganz einfach wunderschön. Ich bin überglücklich, dass ich dabei sein durfte. Ein grosser Dank an alle, die mich mit sanftem Druck dorthin geführt haben.

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