Seeüberquerung

 

Es herrschte eine fröhliche, unbeschwerte Stimmung an diesem lauen Sommer-Freitagabend vor der Cranberry Bar in Zürich. Nach getaner „Arbeit“ – bei dieser handelte es sich um die Registrierung zur Seeüberquerung – genossen die zahlreichen Teilnehmer das vom Cranberry offerierte Gratisgetränk (herzlichen Dank!). Wäre nicht eine sportliche Herausforderung für den Samstagvormittag auf dem Programm gestanden, hätte man gerne noch länger an diesem schönen Ort verbracht.  

Warm-up

Für das Warm-up um 9 Uhr hatten sich der Bootcamp-Trainer Clemens und sein Kollege einiges einfallen lassen, kein Muskel blieb unbewegt, keine Sehne ungedehnt, von der Nasen- bis zur Zehenspitze fühlte man sich pudelwohl. 10 Uhr wars und pünktlich auf die Sekunde erteilte Nerico das Zeichen zum Start. 

Sprung ins Wasser

Wie ein wogender Badekappen-Teppich gestaltete sich das Zürisee-Ufer mit den 117 Schwimmerinnen und Schwimmern für kurze Zeit, doch schon bald löste sich dieser in einzelne gelbe Punkte auf. Zwei Drittel Männer, ein Drittel Frauen pflügten sich durch die Fluten, und besonders begeistert vom See und der schönen Kulisse waren die gut zwei Dutzend ausländischer Teilnehmer. Geschwommen wurde schneller, als die Wasserpolizei erlaubt – ein Glück, dass auf dem Zürisee noch keine Geschwindigkeitsbegrenzungen für Schwimmer existieren –, denn nach einer halben Stunde trafen Schlag auf Schlag die ersten Sportler in Tiefenbrunnen ein. Andere liessen sich etwas mehr Zeit, doch alle erreichten das Ziel ohne Zwischenfälle. Die Ranglisten stehen am Schluss des Berichtes zum Download bereit.

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Nationalrat unter den Schwimmern

 
Hans-Ueli Vogt, Nationalrat, ist mitgeschwommen. "Connected" hat ihn kurz getroffen:
 
"Connected": Wie hast du die Seeüberquerung erlebt?
H.U. Vogt: Es war ein toller Anlass, alles hat gestimmt, schönes Wetter, gute Stimmung, gute Organisation. Und vor allem freundliche Helfer, die mir zwei Meter vor dem Ziel, als ich einen Krampf bekam und zu ertrinken drohte, aus dem Wasser halfen. (Lacht.)
 
Hast du dir ein Ziel gesetzt oder bist du einfach zum Spass geschwommen? Hast du dafür trainiert – überhaupt, trainierst du regelmässig?
Mein Ziel war es, nicht wieder Letzter zu werden, wie das bei meiner letzten Teilnahme im Jahr 2002 der Fall war. Weil ich aber mittlerweile regelmässig schwimmen gehe, einmal pro Woche, war ich mir fast sicher, dass mir diesmal der letzte Platz erspart bleiben würde. Und so bin ich einfach aus Spass mitgeschwommen, natürlich schon so schnell wie möglich.
 
Was geht einem als schwimmender Nationalrat während der Seeüberquerung so durch den Kopf?
Mir jedenfalls nichts Politisches. Ich geniesse den Sommer in Zürich, wie zum Beispiel die Seeüberquerung, um etwas Distanz von Politik und Beruf zu bekommen.
 
Dient dir ein solcher Anlass auch als mentale Vorbereitung für die Herbstsession oder unterstützt er bei der Lösungssuche für anstehende Herausforderungen?
Schwimmen und ganz allgemein Sport sind für mich in den letzten Jahren immer wichtiger geworden, als Ausgleich zum Leistungsdruck und als Ablenkung von persönlich Belastendem. Insofern ist ein Anlass wie die Seeüberquerung schon auch eine Vorbereitung auf die Herausforderungen, die bevorstehen.
 
Hans-Ueli, wir danken dir fürs Mitschwimmen und das Interview und wünschen dir eine erfolgreiche Herbstsession.

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Brunch und Siegerehrung

Medaillenübergabe und Siegerehrung ist stets ein bewegender Moment, der Glanz von Gold, Silber und Bronze eine verdiente Anerkennung der sportlichen Leistung. Besonders schön aber war der Augenglanz aller, die nach der Seeüberquerung aus dem Wasser stiegen. Jede und jeder war in diesem Augenblick eine Gewinnerin, ein Gewinner, egal, ob die Querung kürzer oder länger gedauert hatte. So nahmen denn auch alle Schwimmerinnen und Schwimmer die Gratulationen des GSZ-Präsidenten erfreut entgegen. Im Gegenzug gratulierten ihm die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem Ständchen zum Geburtstag, den er just an diesem Tag feierte.

 

Nach diesem schönen Anlass genossen einige den sonnigen Nachmittag in der Badi. Wer noch Lust und Energie hatte und von Sonne, See und Sport nicht schachmatt gesetzt war, liess den Abend im Club Heaven ausklingen; gemäss Augenzeugen wurden dort etwa vier Damen und fünfzehn Herren aus der Seeüberquerungs-Fraktion gesichtet. 

Die rundum gelungene Seeüberquerung ist ein Meisterwerk des fünfköpfigen Organisationskomitees mit Bastien, Erich, Nerico, Roger und Zoli. An sie geht ein dickes Lob und grosses Dankeschön – es war super und alle haben den Tag in vollen Zügen genossen! Nicht weniger engagiert waren die vielen Helferinnen und Helfer für alle möglichen Lebenslagen – Aufwärmrunden-Instruktor, Brunchbuffet-Auffüller, Begleitbootfahrer, Badekappenverteiler, Seerettungsschwimmer (!),Transportfahrzeug-Chauffeur und und und. Ohne sie ist das beste OK funktionsunfähig, ein Anlass dieser Grössenordnung wäre nicht zu bewältigen. Alle haben ihr Bestes gegeben für eine tolle, erfolgreiche und unvergessliche Seeüberquerung 2016. Merci Organisationsteam, merci Helferinnen und Helfer!

 

Schön war sie, die GSZ-Seeüberquerung 2016, und sie wird allen noch lange in bester Erinnerung bleiben.

Die Ranglisten

 

Die Seeüberquerung im Bild

Die Seeüberquerung fotografisch dokumentiert hat Roman Kubli. Vielen Dank für die Zurverfügungstellung der Fotos.

Für Slideshow und Grossansicht Bild doppelklicken.

Mehr Fotos gibts auf Dropbox. 

 

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